Jakob Terhechte (18) – Berend Feddersen (81)
Erst in der letzten Runde unserer Vereinsmeisterschaft sollte geklärt werden, ob Jakob Terhechte oder – wie im Vorjahr – Dr. Jürgen Schell Vereinsmeister würde. Dabei reichte Jakob zum Titelgewinn ein Remis gegen Berend Feddersen.
Jakob begann mit e4, Berend erwiderte c6. Also Caro-Kann, was Berend allerdings gegen Jakob schon bei der Vereinsmeisterschaft 2024 nicht gut bekommen war. Aber diesmal war man vorbereitet und wich von der Zugfolge vom Vorjahr schnell ab. Dabei fühlten sich beide Spieler mindestens 10 Züge lang in ihrer Stellung recht wohl. Aber dieses Wohlbefinden sollte sich ab dem 12. Zug für Schwarz rapide ändern, denn schon ab dem 13. Zug war die Partie für Schwarz verloren und ab dem 15. Zug war Matt unabwendbar. Die nachstehenden Diagramme zeigen die entscheidende Zugfolge.

Engine: 0,5
Fehler im 12. Zug Schwarz: Lf4 statt Lf8
13. Zug Weiß: d5

Engine: 4,8

Engine: Matt in (spätestens) 12 Zügen Sieht doch jeder oder?
Wenn nun jemand zu Recht sagt, dieses Desaster sei ja kein Wunder bei einem Fehler und zwei Patzern innerhalb von vier Zügen, dann kann man nur erwidern, dass man das Unglück nicht hat kommen
sehen und im Nachhinein natürlich immer schlauer ist.
Also lieber Jakob, nochmals herzlichen Glückwunsch zur Vereinsmeisterschaft!
Ich habe einen so schönen Erfolg auch in ähnlich jungem Alter erspielen können (in Poppenbüttel). Damals fanden Mannschaftskämpfe an 30 Brettern statt, damals wussten die Computer nichts von
Schach, damals (1960) wurde Michail Tal mit 23 Jahren der bis dahin jüngste Schachweltmeister aller Zeiten, aber Michail Botwinnik holte sich 1961 mit 49 Jahren den Titel zurück. Welche Eröffnung
hatte insbesondere im Revanchematch eine entscheidende Bedeutung? Natürlich Caro-Kann (Botwinnik als Schwarzer).
Wir freuen uns weiter auf Jakobs Partien und nicht zuletzt über Jakobs Tätigkeit als unser Jugend-Trainer.
Berend Feddersen
