Mannschaftsmeisterschaften und Jugendarbeit

(Schachecke Nr. 50)

 

Der Start in die Hamburger Mannschaftsmeisterschaft und die Jugendarbeit haben in den letzten Monaten das Geschehen im Volksdorfer Schachklub geprägt.

 

Erwartungsgemäß haben sich die erste und die zweite Mannschaft in den Spielen der neuen Saison als Aufsteiger schwergetan. Die erste Mannschaft brauchte 4 Runden, um in der Stadtliga anzukommen. Bis dahin sieglos erreichte sie in der Runde 5 bei der favorisierten neunten Mannschaft vom HSK ein Unentschieden. Der HSK ist mit über 700 Mitgliedern der zweitgrößte Schachklub in Deutschland und kann dank seiner Nachwuchsarbeit immer wieder aus einem großen Reservoir von guten jungen Spielern schöpfen. In der Begegnung mit Volksdorf präsentierten der HSK an den Brettern 4 und 5 zwei 11- bzw. 12Jährige, die einen Sieg zum Unentschieden beisteuerten. Mit Jakob Terhechte glänzte auch beim VSK ein Jugendlicher. Terhechte, aktuell Vereinsmeister, verlor bislang keine Partie und ist mit 5,5 Punkten aus 6 Partien der Topscorer. Dem verdienten Unentschieden in Runde 5 ließ der VSK in Runde 6 in der heimischen Räucherkate mit 5,5 zu 2,5 einen klaren Sieg gegen die HSK XI folgen. Damit wurden vorerst die Abstiegsplätze verlassen. In den kommenden 4 Runden geht es, zum Teil gegen direkte Abstiegskonkurrenten, darum, diesen Platz zu verteidigen

 

Ungleich schwerer ist die Aufgabe für die zweite Mannschaft in der Bezirksliga. Mit nur einem Punkt aus einem Remis gegen die Schachabteilung des SV Großhansdorf liegt man am Tabellenende. Der Aufstieg aus der Kreisliga in die Bezirksliga ist für einige Spieler eine besondere Herausforderung. Vielfach konnten gute Stellungen nicht zu Punktgewinnen umgewandelt werden. Die verbleibenden vier Runden bieten Gelegenheit, das besser zu machen.

 

Keine Probleme hat die dritte Mannschaft, die nach 5 Runden einen guten Mittelplatz in ihrer Staffel einnimmt.

 

Sehr positiv hat sich die Jugendarbeit des Vereins entwickelt.

Das im vergangenen Jahr gestartete Jugendtraining hat schnell großen Zuspruch gefunden, der selbst von den Initiatoren in dieser Form nicht erwartet worden ist. Jeden Mittwoch tummeln sich in der Räucherkate mehr als zwei Dutzend Kinder und Jugendliche vor dem Spielabend der Erwachsenen.

Der Volksdorfer Schachklub hat dafür kräftig in die Trainerausbildung investiert. Drei Vereinsmitglieder haben an der regelmäßig vom Hamburger Schachverband angebo-tenen mehrmonatigen Schulung teilgenommen. Zwei von ihnen haben bereits die Lizenz als C-Trainer erhalten.

Fahren zur deutschen Meisterschaft: Mathilda Röhm, Mattis Meier, Gustav Hückel, Anton Klemm, Fredrick Herick (v.l.n.r.)
Fahren zur deutschen Meisterschaft: Mathilda Röhm, Mattis Meier, Gustav Hückel, Anton Klemm, Fredrick Herick (v.l.n.r.)

 

Sichtbare Erfolge ihrer Arbeit haben sich bereits bei den Hamburger Jugendeinzelmeisterschaften eingestellt.

Von den sieben Teilnehmern aus der Trainingsgruppe konnte sich Gustav Hückel aus Bergstedt sogar für die Endrunde der deutschen Jugendmeisterschaft qualifizieren. Mathilda Röhm (Volksdorf) wurde in der U10w Endrunde Dritte und verpasste die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft um einen halben Punkt.

 

Auch beim Hamburger Schulschachpokal zeichneten sich Teilnehmer aus der Trainingsgruppe aus. In der Wettkampfgruppe der Grundschulen belegte die Schule Ahrensburger Weg (trainiert von Olaf Wolna aus Bergstedt) den 2. Platz und qualifizierte sich damit für die Deutschen Schulschachmeisterschaften, die im Mai stattfinden.